Morcheltreffen 2007 - 1

26. April, Keller und Kühlschrank sind für das alljährliche Morcheltreffen gerüstet. Schon heute werden meine Freundinnen Ilse und Uschi eintreffen. Lange muss ich nicht warten. Herzlich begrüßen wir uns. Sie belegen ihre Zimmer im Gasthaus Engel, das heißt mal wieder Kofferschleppen bis in das 2. Stockwerk. Trotz ihrer langen Reise aus dem Raum Wolfenbüttel, sind beide unternehmungslustig und wollen natürlich nach Morcheln schauen. Ich erkläre beiden die Lage, in den Auwäldern könnten wir noch was finden und dann natürlich beim Großmarkt auf dem Rindenmulch. Fix sind die beiden pilzmäßig umgezogen. Den Auwald den wir anfahren kennen die beiden schon in und auswendig und Uschi weiß genau wo sie ihre erste Morchel findet.

Einige Speisemorcheln können wir einsammeln, leider sind sie schon recht trocken, denn der Hochsommer hat uns noch feste im Griff. Ich fiebere schon nach den Rindenmulchmorcheln. Es ist nicht weit dahin. Hier kommen wir drei ganz schön aus dem Häuschen. Herrliche Spitzmorcheln können wir ernten. Rundum zufrieden plazieren wir uns auf die sonnenbeschienene Terrasse. Pilze putzen und ratschen ist angsagt, welch schöner Auftakt.

28. April Aki und Matzi sind da. Mit ihnen unternehmen wir eine große ergebnislose Rundreise zu verschiedensten Morchelplätzen. Zu den Rindenmulchmorcheln und zur Wertach, dürfen sie erst morgen, wenn der Rest der Teilnehmer da ist. Ich hoffe auf beiden Stellen auf reiche Beute. An der Wertach sollten die Käppchenmorcheln nachgelegt haben.

Freitag, den 27. April, Ilse, Uschi und ich unternehmen eine Fahrt in die Alpen. Gemütlich können wir es angehen lassen, erst morgen erwarten wir das Kommen von Andreas und Matthias. Der Morchelerfolg ist etwas klein, dafür besuchen wir wieder die Käserei in Weizern und besorgen Bergkäse und andere Milchprodukte vom Feinsten.

Aki hat sich ein Fotoobjekt der besonderen Art mitgebracht. Ein kleines Stöckcheneiner Weide. Es trägt zwei Pilze , ein winziges Becherchen und kleine Judasohren. Auf meinem Fenstersims hat Aki ein getrocknetes Morchelbüschelchen entdeckt. 12 Stück sind hier vereint. Nun sind die beiden Neulinge richtig heiß auf morgen, wie wir alle.

Mit Makro und Lupe rücken wir den Miniaturen zu Leibe. Ersteres ist ein Hängebecherchen Merismodes anomalus das kleine Judasohr ein Kreiseldrüsling Exidia recisa. So bestimmt sie Andreas.

Nach der Fotosession heize ich den Grill an. Eingelegte Steaks und verschiedene Salate, Soßen, Kräuterbutter, Baguette und das unverzichtbare Weizen kommen auf den Tisch. Der “feetpool” kommt unter den Tisch. Das kalte Wasser tut uns gut und die Schweißperlen auf der Stirn verschwinden. Es hat immerhin 32° und unsere Spaziergänge haben uns ganz schön aufgeheizt. So sitzen wir in gemütlicher Runde. Erzählen bis in die Nacht hinein, besonders vom Winter der keiner war und vom zeitigen Morchel wachsen. Von Südafrika erzähle ich und grüße alle herzlich von Elisabeth. Morgen bis zu Mittag wollen Peter Karen und Christoph kommen, dann geht es zur Wertach und zum Großmarkt.