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24. April, klasse morgens so ausgeschlafen zu sein. Ab halb 9 Uhr kommen die Gäste vom Frühstücken. Carmen hat sich leider gestern schon von uns verabschiedet, sie hat noch andere Verpflichtungen.
Matt will Mulch für seinen Garten aus dem Allgäu mitnehmen, um nächstes Jahr eigene Morcheln zu haben. Bei einem Kaufbeurer Landschaftsgärtner können wir welchen holen. Da ich von seinem Vorhaben schon wusste, kaufte ich eine riesige Rolle dicke Müllsäcke. Zwei Kehrschaufeln packen wir noch ein, dann fahren wir Richtung Bad Wörishofen, zum Supermarkt. Die Gärtnerei liegt am Weg. In einer hinteren Ecke liegt der Mulchhaufen. Die Menge, die Matt mitnehmen will hängt vom Volumen seines Autos ab und das ist nicht klein. Also schaufeln wir 7 Säcke voll Mulch. Das Wetter ist warm und dampfig, der Mulch riecht sehr streng, dass mir fast die Luft wegbleibt. Was tut man nicht alles für liebe Menschen.
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Uns allen ist mächtig warm geworden. Außer Joachim, der hat unser Tun fotographisch dokumentiert! Matt stopft die Säcke in sein Auto. Nun können wir da hinfahren, wo der Mulch schon seit dem letzten Jahr liegt und hoffentlich mit Morcheln übersät ist, dass welche wachsen könnten wissen wir ja, aber ob die Pilze das machen was man gerne möchte ist die zweite Frage. Die Spannung, die diese Frage in mir erzeugt, treibt mir noch mehr Schweiß auf die Stirn. Am Parkplatz angekommen brauche ich nur 10 Schritte, dann weiß ich es:
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Jaaaaa, sie sind gewachsen!!
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Wir sind begeistert! Und da sich die Morcheln wie immer gut auf dem Untergrund tarnen, rennen wir kreuz und quer und finden immer wieder welche. Knackfrische Typen sind es. Sie beginnen gerade erst zu sprießen, ich kann mir ausrechnen, dass ich hier in den nächsten Tagen und Wochen noch viel ernten werde.
Letzte Nacht hat es hier geregnet, ich glaub extra für uns. Joachim erlaubt sich noch einen Spaß, die Pilze mit der Schaufel einzupackenl
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Nach diesem Erlebnis gibt es daheim noch Kaffee, die Morcheln werden aufgeteilt, dann verabschieden sich Matt und Natschi. Matt muss zusehen den Mulch gut heimzubringen und Natschi, sagt: "Jetzt weiß ich wie ich Morcheln suchen muss, nicht nur hinschauen, sondern 5 mal hinschauen!" Aha, darum zieht es sie so nach hause, sie hat im Geiste bestimmt schon alle heimischen Mulchecken abgegrast, wo Morcheln wachsen könnten! Auch für Joachim wird es Zeit zum Bahnhof zu kommen. Dann sind Uschi und ich wieder alleine. Wir machen einen ganz ruhigen Abend. Alle die uns heute verlassen haben sitzen abends bereits im Chat, aber lange geht das heute nicht, wir sind alle etwas müde.
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25. April 2004
Uschis Zug geht erst abends, also machen wir noch eine Morchelrundreise. Ich fahre sie zu all den Plätzen die ich schon seit Wochen immer wieder aufsuche, weil ich mir dort Rimumo vorstelle. 120 km fahren wir. Und das ganze für 8 Morcheln, die sind allerdings schon etwas größer. Aus ihnen koche ich ein feines Menue. Wenn dieses Geschmackerlebnis auf der Zunge zergeht, dann weiß ich warum ich so sehr hinter diesen Pilzen her bin. Mahlzeit!
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Nun ist es an der Zeit, dass auch Uschi zum Zug muss. Noch lange winkt sie mir, dann ist sie entschwunden.
Alleine auf dem Bahndamm zieht die letzte Woche an mir vorbei, es war einfach nur schön. Da ist eine Gruppe Menschen, die der Computer zusammengeführt hat, aus allen Ecken Deutschlands und die kommen auch noch prima miteinander aus.
Pilzler sind eben ein ganz eigenes Völkchen !
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